Rückenwind für Tempo 30

Pressemitteilung | | 17.02.2016

Tempo 30 für mehr Sicherheit rund um Kitas und Schulen

Künftig können Kommunen auch auf Hauptverkehrsstraßen Tempo 30 präventiv anordnen, wenn sich dort Schulen, Kindergärten oder auch Seniorenheime befinden. Mit der entsprechenden Änderung der Straßenverkehrsordnung setzt der Bundesverkehrsminister nun eine von Bremen mitgetragene Forderung der Verkehrsministerkonferenz um. Diese Regelung soll Bremen fortan anwenden, um die Verkehrssicherheit für Kita- und Schulkinder zu erhöhen. Das hat die Bürgerschaft bereits auf Initiative der Grünen-Fraktion beschlossen. „Kinder verhalten sich im Straßenverkehr unvorsichtiger als Erwachsene. Sie können z.B. Entfernungen und damit den Gefährdungsgrad bei Geschwindigkeiten oberhalb von 30 km/h nicht richtig einschätzen. Bei Tempo 30 halbiert sich der Anhalteweg gegenüber Tempo 50. Tempo 30 senkt das Unfallrisiko und insbesondere die Schwere von Verletzungen deutlich. Deshalb ist Tempo 30 auch auf Hauptstraßen, an denen sich Kitas und Schulen befinden, absolut zumutbar“, betont der verkehrspolitische Sprecher Ralph Saxe.

Tempo 30 vor Kitas und Schulen anzuordnen ist ein Kernpunkt eines Positionspapieres mit zahlreichen Maßnahmen, das die Grünen-Fraktion für mehr Verkehrssicherheit für Kinder beschlossen hat. „Wir wollen, dass möglichst viele Kinder zu Fuß oder mit dem Rad zur Kita bzw. Schule kommen. Dadurch lernen sie, sich im Straßenverkehr zu bewegen. Zugleich fördert das ihre Gesundheit. Dafür müssen Wege im Umfeld von Kitas und Schulen aber sicherer werden“, erläutert Ralph Saxe. U.a. fordert die Fraktion freie Sicht für die jungen RadfahrerInnen und FußgängerInnen. Deshalb soll im Verkehrsraum vor Kindergärten und Schulen das Parken grundsätzlich untersagt werden. Große Piktogramme sollen in Umfeld der Einrichtungen auf Gefahrensituationen hinweisen. Die Grünen-Fraktion hält außerdem mehr verkehrsberuhigende Maßnahmen sowie zusätzliche Zebrastreifen, Ampeln und Mittelinseln im Umfeld von Schulen und Kitas für nötig, damit Kinder sicher über die Straße kommen. Nicht zuletzt legt die Fraktion einen Schwerpunkt auf Verkehrserziehung an Schulen und will eine verbindliche Schulwegplanung etablieren – dabei soll ein Mal jährlich eine Begehung mit Kindern stattfinden, um mögliche Gefahrenstellen ausfindig zu machen und anschließend rasch zu beseitigen.

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